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Rundenanalyse: Bebrassie App vs Game Golf

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Auf dem Golfmarkt tummeln sich etliche Apps, mit denen man Runden statistisch aufarbeiten kann (Rundenanalyse). Für den Otto-normal-Golfer ist es jedoch relativ schwer zu erkennen, welche App oder welches System einen langfristigen Nutzen mit sich bringt. Denn: Für einen Schnellkauf sind die Systeme dann doch zu teuer. Deshalb haben wir versucht die wichtigsten Infos für Euch kurz und knackig zusammenzufassen.

Übersicht: Preise, Hardware und Betriebsdauer

 Bebrassie  Game Golf
Erforderliche Hardware  Smartphone  18 Sensoren                        + Empfänger                       + Smartphone
Installationsaufwand App herunterladen Anbringen der Sensoren an den Schlägern
Betriebssysteme  iOS, Android iOS, Android
Betriebsdauer bis Ladung  2 Golfrunden bei einer Akku Kapazität von     1970 mAh  1 Golfrunde
Schnittstellen mit     Smart-Watches Apple Watch,          Android Wear  Apple Watch
Internet auf der Runde Nein Ja
Automatische Updates Ja Nein
Kosten € 4,99 pro Monat oder      € 49,99 pro Jahr UVP € 350
Kostenloser Test Ja, einen Monat Nein

Generell lassen sich die Tracking-Systeme für die Rundenanalyse in zwei unterschiedliche Systeme unterscheiden. Die eine Art von Apps (wie z.B. Game Golf) läuft mit Sensoren an den Griffen und einem zusätzliche Gerät am Gürtel, das jedem Schlag einen bestimmten Schläger zuweist und so Distanz und Richtung trackt. Hier muss der Spieler in den meisten Fällen während der Runde aktiv sein und jeden Schläger vor dem Schlag „aktivieren“. Der Vorteil ist hierbei, dass wenig Nachbearbeitung bei der Rundenanalyse notwendig ist und der Akku des Smartphones weniger beansprucht wird. Nachteil ist, dass ein zusätzliches Gerät (Empfänger, muss auch aufgeladen sein) getragen werden muss, mit dem jeder Schläger vor dem Schlag aktiviert werden muss. Dies erfordert ein leichtes Abändern der Routine, was sich etwa nach einer Runde einstellt. Die Konzentration auf dem Platz fördert das nicht unbedingt. Es ist aber Gewöhnungssache. Des Weiteren sind Sensoren auf den Griffen notwendig, die nicht immer optimal passen und schnell verloren gehen können. Im Turnier kann man das System verwenden.

 Rundenanalyse Bebrassie Game Golf
Schlagerkennung, Schlagortung Ja, automatische Schlagerkennung Nein, durch Tagging
Schlägererkennung Ja Ja
GPS Entfernungsmesser (z.B. Distanz zum Grün) Ja Ja
GPS Birdiemaker Ja Ja
Distanzauswertung nach Schläger Ja Ja
Richtungsauswertung nach Schläger Ja Ja
Puttstatistik Ja, sehr detailliert Ja
Strokes Gained Ja, sehr detailliert Ja
Scoreauswertung Ja Ja

Die andere Art von Apps (wie Bebrassie) zeichnet per GPS auf dem Smartphone die Laufwege auf dem Platz auf. Durch die Beschleunigungssensoren im Handy wird ein Schlag erkannt. Nach der Runde muss der Spieler dann auf dem Smartphone/Tablet/PC verifizieren ob das System den jeweiligen Schlägen den richtigen Schläger zugewiesen hat und gegebenenfalls Strafschläge hinzufügen (werden nicht aufgezeichnet). Vorteil ist hier, dass nur das Smartphone und die App notwendig sind und man sich während der Runde nicht mit der App beschäftigen muss. Als Nachteil kann man Bebrassie ankreiden, dass der Akku unter der Nutzung der GPS leidet, der Verbrauch ist aber sehr moderat (ca. 30-35 % in 4 Stunden). Die auf den ersten Blick etwas aufwendigere Nachbearbeitung im Vergleich zum Game Golf-System bewerten wir nicht als negativ. Da eine Kontrolle der Runde ohnehin von Nöten ist und der Spieler somit gezwungen ist sich mit der Auswertung zu beschäftigen.

 

Datenblatt II: Plätze satt

 Rundenanalyse Bebrassie Game Golf
Verfügbare Plätze 40.000+ 40.000+
Planung einer Golfrunde Ja Ja
Turnierzulassung Ja Ja, aber nur ohne         Live-App
Nachbereitung von Runden Ja, sehr intuitiv Ja
Trainer/Schüler Funktion Ja Nein
Empfohlen von der PGA of Germany Ja Nein
Sharing Funktion Ja Ja
Social Media Schnittstellen Facebook, Twitter, Google+ Facebook, Twitter

Spielertypen, die nicht konsequent genug für das regelmäßige Aufzeichnen und Nachbearbeiten von Runden sind, würden wir von beiden Tracking-Tools abraten. Ansonsten ist Bebrassie eine coole App, mit der man ohne viel Aufwand in das Thema Rundenanalyse einsteigen kann. Wer es regelmäßig nutzt, wird sehen, dass es Spaß macht, und man mit tollen Ergebnissen belohnt wird.

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Swing Plate Trainingstool im Test

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SWING Plate – Trainingstool

Mit Deinem Trainer schlägst Du perfekte Bälle und der Launch-Monitor zeigt exakte Werte an, anhand derer sich die Qualität überprüfen lässt. Aber was passiert, wenn Du alleine trainierst? Es gibt kein Feedback!

Wir haben uns mit PGA Professional Marco Schmuck getroffen und konnten das von ihm mitentwickelte Trainingstool “SWING Plate” testen.  Die Platte bietet vielfältige Möglichkeiten, sich selbst zu kontrollieren und ein direktes Feedback beim Training zu erhalten. Vorab: Das Tool ist drinnen und draußen sowie für Links- und Rechtshänder einsetzbar. Es dient zur Trainingsunterstützung für Golflehrer und zum eigenständigen Üben ohne Anleitung. Für den Profi bis hin zum Anfänger ist die SWING Plate einstellbar.

Das Tool bietet zwei Funktionen: Einerseits für das Trainieren von Eisen und Wedges und andererseits für das Training mit dem Driver. Um eine bessere Vorstellung für einen guten Ballkontakt zu bekommen, unterstützt das Tool in folgenden Punkten:

  • Zielen
  • Start des Rückschwungs
  • Schwungbahn
  • Mittigkeit des Treffens

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I. Trainieren mit Eisen

1. Richtiges Zielen:

Richte den mittleren Strich der Platte auf ihr Ziel aus, platziere Ball und Schlägerkopf
mittig an der angegebenen Markierung.

2. Start des Rückschwunges:

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Der Start des Rückschwunges ist der erste dynamische Teil, der zu einem erfolgreichen Golfschlag führt. Achte dabei darauf, dass der Schlägerkopf zwischen den Bürsten, relativ gerade, zwischen den Bürsten nach hinten weggenommen wird, ohne Platten- und Bürstenkontakt.

3. Schwungbahn

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Beim Abschwung ist es wichtig, das Gate zwischen den beiden Bürsten im Abschwung zu treffen und die Platte nicht zu berühren. Nur so kommt es zu einem sauberen Ball-Boden-Kontakt.
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Fehler#1: Zu weit von außen geschwungen
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Fehler#2: Zu weit von innen geschwungen

4. Eintreffwinkel

Der Ball-Bodenkontakt ist für konstantes Golf unerlässlich. Bei zu frühem Schlagen (Löffeln) gibt es direkt ein spürbares und akustisches Feedback:

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Fehler: Platte getroffen
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Guter Ball-Boden Kontakt

5. Mittigkeit des Treffens

Ihr Ball liegt mittig zwischen den beiden Seitenbegrenzungen, die für jede Spielstärke verstellbar sind.  Beim Schlagen des Balles ist ein Kontakt mit der inneren oder äußeren Schiene zu vermeiden.

Einstellmöglichkeiten je nach Spielniveau
Einstellmöglichkeiten je nach Spielniveau

II. Trainieren mit dem Driver

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Um 180° gedreht ist die SWING Plate zu einer Rampe umfunktioniert, in der man in Schlagrichtung in eine Bohrung ein Tee stecken kann. Der Driverkopf soll nun im Durchschwung durch das Bürsten-Gate geschwungen werden, ohne die SWING Plate oder die weichen Begrenzungen zu berühren.

Dadurch lernt man, den Ball von unten nach oben zu schlagen, was zu einer hohen Flugbahn mit wenig Spin führt. Beides sorgt für das Maximum an Länge. Erzeugst Du durch zu frühes Schlagen einen Plattenkontakt, kommt es zu einer spürbaren und hörbaren Rückmeldung. Auch das Verlassen der optimalen Schwungbahn wird durch eine spürbare Bürstenberührung angezeigt. Ein häufiger Fehler beim Driven ist ein zu steiler Eintreffwinkel, der eine zu hohe Spin-Rate erzeugt und dadurch den Ball nicht optimal weit fliegen lässt. Ideal ist ein vertikaler Eintreffwinkel der bei ca. 3 Grad in der Aufwärtsbewegung liegt. Die Platte hat einen Winkel von 5 Grad, sodass der Trainingseffekt verstärkt wird.


III. Das Golfbeat Fazit

Die SWING Plate ist ein Trainingstool, das Rückmeldungen zur Selbstkontrolle gibt. Die SWING Plate ersetzt auf keinen Fall den Besuch bei einem Pro, sondern stellt eine Erweiterung des Trainings dar. Um nicht vom Tool “abhängig” zu werden, empfehlen wir nach einer Trainingseinheit auch noch “freie” Schläger ohne Platte zu machen.

Erstaunlich war, wie schnell man den Ball-Boden-Kontakt durch die SWING Plate verbessern kann, und wie viel Feedback man bekommt.

Erhältlich ist die SWING Plate für 79 Euro zzgl. Versandkosten hier.

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Drei Fitness-Tools für Golfer

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Blackroll, Theraband, und Yogamatte: Drei Tools für das Workout, die jeder Golfer haben sollte.

Mehr Flexibilität: Faszien-Rolle

Mit der Blackroll machte ich vor wenigen Jahren Bekanntschaft – und es sollte eine bleibende werden. Die etwa 30 cm lange Schaumstoffrolle brachte mein damaliger Personal-Trainer mit, mit dem ich eine Woche lang täglich eineinhalb Stunden ein golfspezifisches Training durchführte. Wir machten Koordinationsübungen, aber auch Krafttraining und arbeiteten viel an der Mobilität und Flexibilität des Körpers. Denn auch wenn Spieler wie Rory McIlroy und Martin Kaymer mittlerweile wie richtige Athleten über die Fairways marschieren, sind für den beruflich eingespannten Golfer die letzteren beiden Punkte meist ausschlaggebend. Sowohl für das Spiel, aber auch eine Schmerzfreiheit, ohne die Golf genauso wenig wie andere Sportarten Spaß macht.

Schmerzen war damals aber das Stichwort, als es zum ersten Mal auf die Blackroll ging. Die Bewegung mit dem Körpergewicht auf der Rolle spricht die Faszien (Verklebungen im Bindegewebe, die Muskeln und Muskelgruppen umhüllen) an. Zu Beginn ist die Prozedur ziemlich schmerzhaft, aber schon nach ein paar Übungseinheiten wird es deutlich besser. Mittlerweile zählt ein tägliches Workout auf der Blackroll für mich zum Standard. Ganz besonders nach der Golfrunde. Die Wirkung ist ähnlich wie bei einer Massage. Dass an den Fazien-Rollen was dran ist, sieht man an den Sportlern, die sie benutzen. Egal ob Fußballnationalmannschaft oder NBA-Basketballer Dirk Nowitzki – die meisten Athleten haben die Blackroll oder ein vergleichbares Tool im Sportgepäck. Für Fortgeschrittene empfiehlt sich zusätzlich ein Massage-Ball (z.B. Blackball) mit dem man einzelne Körperpartien (Stichwort: Hüftknochen) noch präziser bearbeiten kann.

  • Hier könnt Ihr die Blackroll bei Amazon bestellen (affiliate link).

Die richtige Unterlage für das Workout: hochwertige Yoga-Matte

Auch nicht fehlen – vor allem in den eigenen vier Wänden – sollte einen vernünftige Yogamatte. Klar, für die meisten tut es auch eine Sport- oder Gymnastikmatte, aber wenn man sich jeden Tag 20 bis 30 Minuten darauf abkämpft, macht es durchaus Sinn, ein paar Euro mehr auszugeben. Gute Yogamatten sind aus Naturgummi und extrem rutschfest, da Yogis meist ein bis zwei Stunden ziemlich anstrengende Sachen auf ihnen praktizieren und dabei oft stark schwitzen. Dennoch möchte man nicht abrutschen, wenn man gerade im Handstand steht …

Empfehlenswerte Hersteller: JadeYoga, Manduka, Lululemon

  • Hier könnt Ihr die Jade Harmony bei Amazon bestellen (affiliate link).

Praktisch, günstig und klein: Theraband

Das letzte Tool, das jeder Golfer im Schlafzimmer, Hobby-Raum oder villeineigenen Fitness-Center haben sollte, ist ein Theraband aus Latex. Die elastischen Bänder gibt es in unterschiedlichen Härtegraden (leicht bis extra-stark). Mit dem Band kann man perfekt Schwungbewegungen unter leichtem Zug trainieren, denn die Dinger sind wirklich vielseitig einsetzbar und außerdem noch günstig.

  • Hier könnt Ihr das Thera-Band® bei Amazon bestellen (affilate link)

 

Nützliche Helfer für das Workout: Blackroll (Rolle und Ball), Theraband und Yoga-Matte
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Übung: Mehr Grüns treffen

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Das Training auf der Driving-Range kann schnell langweilig werden. Mit der Übung “Hit three Greens” trainiert man das Eisenspiel und hat ein festes Ziel vorgegeben. Das Ergebnis sollte man im Anschluss festhalten, um regelmäßig zu überprüfen, ob sich Verbesserungen einstellen.

Trainings-Aufbau

Suche Dir drei Ziele auf der Range, die Du mit unterschiedlichen Schlägern im Flug (“carry”) erreichen kannst. Falls vorhanden: Nutze die Zielgrüns auf der Range. Verwende Entfernungen, mit denen D auf dem Platz oftmals konfrontiert wirst; zum Beispiel: 100, 130 und 160 Meter. Ab einer Entfernung von 190 Meter ist das Aufteen des Balls erlaubt.

Ablauf

Spiele insgesamt neun Bälle auf drei Ziele. Schlage die Bälle jeweils abwechselnd auf ein Ziel, um die Situation auf dem Platz zu imitieren. Beginne mit dem kürzesten Ziel. Führe vor jedem Schlag Deine Pre-Shot-Routine durch.

Ziel

Treffe möglichst oft das Grün. Falls Du auf der Range keine Zielgrüns hast, stelle Dir einen Radius von circa 10% der Entfernung als Ziel vor.

Anspruchsgrad steigern

Droppe den Ball – dadurch lernst Du, auch mit schlechten Lagen zurecht zu kommen. Spiele den Ball aus dem Rough oder einer schlechten Lage. Baue unterschiedliche Flugkurven mit ein.

Zocker-Tipp

Spiele diese Übung gegeneinander im Team. Die Spieler schlagen nacheinander jeweils auf ein Ziel. Durch das Zuschauen steigt noch einmal der Druck, das “Grün” zu treffen. Die Spieler mit den meisten Punkten gewinnen.

Auswertung

Wie viele der neun Schläge hast Du ins Ziel gebracht?
Für das kürzeste Ziel erhältst Du pro Treffer 2 Punkte, das mittlere gibt 3 und das am weitesten entfernte Ziel 4 Punkte.

Handicap Ziel

54-27  –> 9
26-12 –>14
11-0  –> 20

Die Übung “Hit Three Greens” stammt aus dem Booklet Mein Golf Training. In dem empfehlenswerten Trainingsbuch sind auf 64 Seiten insgesamt 30 Übungen nach Kategorien zusammengefasst. Das Buch ist auf mein-golf-training.de oder über Amazon zu beziehen. 

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