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Schlägertests

Driver-Test: Die besten in 2017

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Auf der PGA Show 2017 in Orlando treffen sich jedes Jahr Ende Januar Hersteller, Journalisten und Experten. Es ist die größte Golfmesse der Welt – klar, dass wir auch vor Ort waren. Wir haben uns für Euch die neuesten Driver genauer angesehen und miteinander verglichen.

Direkt am Demoday hatten wir unseren Launchmonitor (Foresight GC2) mit im Gepäck und haben hunderte von Schlägen gemessen. Folgende Driver haben wir getestet und die Verfügbarkeit in deutschen Online Shops geprüft:

DriverAusführlicher TestLink zum Shop
Callaway Great Big Bertha EpicHier erhältlich
Taylor Made M2 2017Hier erhältlich
Taylor Made M1 2017Hier erhältlich
Titleist 917 D2Hier erhältlich
Titleist 917 D3Hier erhältlich
Cobra King F7 plusHier erhältlich
Cobra King Ltd blackHier erhältlich
Srixon Z765
Hier erhältlich


Ping G LS Hier erhältlich
Exotics XJ1Hier erhältlich
Exotics EX10Mehr erfahrenHier erhältlich
Honma TW737Hier erhältlich
Wilson Staff Triton
Hier erhältlich



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Neue Technologien von TaylorMade, Titleist, Callaway & Co

Was wir sahen: Schlägerköpfe aus Carbon, verstellbare Gewichte und (noch) aerodynamischere Formen. Wie immer heißt es: Neue Technologien sollen dem Golfer das Leben einfacher machen! Die Hersteller versprechen jedes Jahr aufs Neue, den heiligen Gral gefunden zu haben. Doch gibt es bei den Modellen 2017 wirklich einen echten Mehrwert?

Was genau haben wir getestet:

  • Welcher Driver ist der Performance-Sieger?
  • Welcher Driver schneidet bei den qualitativen Kriterien wie Klang, Optik, Fehlerverzeihbarkeit am besten ab?
  • Für welchen Spielertyp ist welcher Driver am besten geeignet?

1. Performance – so haben wir getestet:

  1. Aus 30 Schlägen je Driver haben wir zehn repräsentative Treffer ausgewählt, um ein aussagekräftiges Ergebnis der Ballflugparameter zu erhalten.
  2. Unser Tester hat Vorgabe 0 und schwingt den Driver im Durchschnitt mit 115mph.
  3. Keiner der ausgewählten Schläge durfte einen Sidespin von mehr als +/- 500 rpm haben. Grobe Fehlstellungen der Schlagfläche konnten dadurch ausgeschlossen werden.
  4. Es wurden beim Performance-Test nur Treffer im Sweetspot mit einer Ballgeschwindigkeit von > 165mph berücksichtigt.

Performance Driver 2017 – Ergebnis

PerformanceClub Speed [mph]Ball Speed [mph]Launch [°]Side Spin [rpm]Back Spin [rpm]Height [m]Carry [m]
Srixon Z765 8,5°11517312,3°36R201034281
Taylor Made M1 8°1161759,8°122L189027281
Callaway Epic 8°11517412°301L244036277
Exotics EX10 8°11417213,1°312L254738276
Honma TW737 445cm² 9,5°11617111.854L228733274
Cobra King F7+ 9°11417111,3°134L223934274
Taylor Made M2 8°11417310,4°113L233430274
Titleist 917 D3 8°11417111,7°67L234735272
Titleist 917 D2 8°11417211,9°202L248536271
Exotics XJ1 9°11317113,5°358L278440270
Cobra King Ltd black 9°11517111,7°231L276037267
Ping G LS 8°11517112,1°14R268537267
Wilson Staff Triton DvD 8°11517011,9°382L302539261

2. Spielbarkeit beim Driver – so haben wir getestet:

  1. Verhalten der Köpfe bei niedrigeren Schwunggeschwindigkeiten
  2. Fehlerverzeihbarkeit bei Off-Center-Hits
  3. Spezielle Eigenschaften und Spielbarkeit für unterschiedliche Spielertypen

 

Spielbarkeit Driver – Ergebnis

Touch und LookSpielbarkeit Design SohleDesign KroneKlangSchlagfläche im SetupBesonderheiten
Callaway Epic Drivermittelsuper High Techverwirrendleise, dämpfendneutralverstellbare Gewichte an Sohle, Krone lenkt ab
Cobra King F7+ 9°einfachfarbig, modernmoderndumpfneutralGewichte an Sohle austauschbar
Cobra King Ltd black 9°mittelHigh Tech, verspieltmoderndumpfneutral2016er Modell
Exotics EX10 8°sehr einfachmodernklassischmetallisch, direktes Feedbackneutralslip-stream Sohle; +/-2° verstellbar
Exotics XJ1 9°einfachedelhigh endmetallisch hellleicht geschlossenleichter Kopf; keine Verstellmöglichkeiten aber 9°, 10,5°, 12°
Honma TW737 9,5°schwerschlicht, elegantschlicht, klassichsehr dumpf, wenig Feedbackleicht geschlossenweiß ausgelegte Grooves, keine Zielmarkierung
Ping G LS 8°einfachmodernglobighell, hartneutralkein sportlicher Driver
Srixon Z765 8,5°sehr einfachmodernklassischsoftneutralVerstellbereich von Loft kleiner als bei anderen Drivern
Taylor Made M1 8°schwerhigh tech, farbiganalog M1 2016dumpf, hellneutralgroßer Einstellmöglichkeiten aber gleiche Krone wie M1 2016
Taylor Made M2 8°mitteleinfach, farbiganalog M2 2016dumpf, hellneutralwirkt wie eine abgespeckte M1 Version
Titleist 917 D2 8°mittelklassisch, elegantaltmodischdumpf, wenig FeedbackneutralLoft/Lie Verstellung verwirrend
Titleist 917 D3 8°schwerklassisch, elegantaltmodischdumpf, wenig FeedbackneutralLoft/Lie Verstellung verwirrend
Wilson Staff Triton 8°einfachcoole Carbonsohlealtmodischmetallisch, dumpfleicht geschlossenPlatte an Sohle austauschbar, kaum Effekt auf Spinrate

3. Welcher Driver ist für wen geeignet?

Nicht jeder Driver ist für jeden Spieler geeignet. Daher kann es in einem seriösen Schlägertest keinen alleinigen “Testsieger” geben. Denn während der Longhitter nach einem flachen Ballflug sucht, wäre ein sogenannten “Low-Spin-Driver” für jemanden mit weniger Power eine Katastrophe, da der Ball dann nicht mehr in die gewünschte Höhe geht. Die Folgen wären dann z.B. “Löffeln” oder  “die Schlagfläche öffnen” (Slice). Fragen Sie Ihren Pro: Er wird keine dieser Techniken gut heißen. Soll bedeuten: Wenn man sich für den falschen Driver entscheidet, kann man sich tatsächlich den Schwung kaputt machen, obwohl man doch nur zehn bis 20 Meter länger schlagen wollte. Ach ja, die Fitness ist natürlich auch nicht ganz unwichtig.

Golfbeat-Spielertypen

Folgende verschiedene Spielertypen haben wir auf dem Golfplatz ausfindig machen können. Wir sind uns sicher, dass sich jeder von Euch mit einem identifizieren kann:

Paul Profi

… strebt eine Profikarriere und ist auf viel Feedback seiner Schläger angewiesen. Mit typischen Fehlschlägen hat er nicht zu kämpfen. Ihm gefällt ein klassisches, sportliches Design. Alle Schläger sollen neutral ausgelegt sein, sodass sich seine Technik bestmöglich entwickeln kann.

Leo Longhitter

… ist bei seinen Clubkollegen gefürchtet für seine langen Drives. Er kämpft aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit mit einem hohen Ballflug und zu wenig Roll im Verhältnis zu seiner Carry Schlagweite. Im Zweifelsfall sind ihm ein paar Meter mehr wichtiger, als das Fairway zu treffen.

Werner Wild

… kann von Weltklasse bis Katastrophe jede Art von Schlag produzieren. Er weiß am Tee nie so recht auf welche Kurve er sich einstellen muss und sucht nach mehr Konstanz in seinem Spiel. Er verzichtet in Zukunft deshalb auch lieber auf spektakuläre Birdies, wenn ihm dafür Doppel-Bogeys erspart bleiben.

Georg Gemütlich

… ist schon in die Jahre gekommen und bekannt für seinen ruhigen sowie rhythmischen Schwung. Er möchte sich das Leben möglichst leicht machen und seinen Körper schonen. Schlechte Schläge sind bei ihm oft zu flach. Er muss versuchen, alle Möglichkeiten zu nutzen, um Länge zu gewinnen.

Bruno Beginner

… steht am Anfang seiner Golfkarriere und ist zu 100% vom Golfvirus infiziert. Ein klarer Spielertyp hat sich bei ihm noch nicht herauskristallisiert. Verstellmöglichkeiten am Kopf sind mit Sicherheit ein Benefit, wobei das für Bruno sicher nicht der letzte Driver bleiben wird.

Doro Dynamisch

… kämpft jedes Jahr erneut um den Clubmeistertitel. Sie lässt ihre Flightpartnerinnen und den ein oder anderen Herr vom Tee links liegen. Eine konstante Drawkurve würde ihr nun noch die nötige Länge geben, um mehr Birdieputts zu haben.

Renate Ruhig

… kämpft jedes Jahr erneut um den Clubmeistertitel. Sie lässt ihre Flightpartnerinnen und den ein oder anderen Herr vom Tee links liegen. Eine konstante Drawkurve würde ihr nun noch die nötige Länge geben, um mehr Birdieputts zu haben.

 

Übersicht – Driver-Eignung

Für die Gesamtbewertung, die sich aus den Messwerten und der qualitativen Bewertung ergibt, geben wir Empfehlungen, für welchen Spielertyp welcher der getesteten Driver am meisten Sinn macht.

PerformancePaul ProfiLeo LonghitterWerner WildGeorg GemütlichBruno BeginnerDoro DynamischRenate Ruhig
Callaway EpicXXX
Cobra King F7+XXXX
Cobra King Ltd blackX
Exotics EX10XXXXX
Exotics XJ1XXX
Honma TW737X
Ping G LSXXX
Srixon Z765XXX
Taylor Made M1XX
Taylor Made M2XXXX
Titleist 917 D2XX
Titleist 917 D3X
Wilson Staff TritonXX
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Eisen

PXG: Ein Milliardär gibt Gas

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Sind die Golfschläger von PXG die besten der Welt? Preislich ist die neue Marke von US-Milliardär Bob Parson auf jeden Fall ganz oben angesetzt. Aber kann PXG auch spielerisch überzeugen? Golfbeat hat sich den Eisensatz PXG 0311 genauer angesehen und getestet.
Das sind schon ein paar große Namen auf der Tour, die die Newcomerbrand PXG neuerdings unter Vertrag hat. Neben Lydia Ko, der Nummer eins der Damenwelt, laufen u.a. auch Billy Horschel, Zach Johnson oder Charl Schwartzel mit den Schlägern aus den USA auf. Zudem ist Anna Rawson ein sogenannter Brand Ambassador: Ein geschickter Schachzug, denn das Model ist bestens verdrahtet in der Golfszene.

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US-Milliardär Bob Parson hatte sich bereits vor dem Ausstieg von Nike die besten Ingenieure eingekauft. Die Vorgabe: Einen Schläger zu konzipieren der einfach besser ist – egal zu welchen Kosten. Besser heißt bei Parson: Mehr Länge, eine höhere Fehlertoleranz und ein besseres Feedback. Hohe Anforderungen für eine Marke, die neu auf den Markt kommt.

PXG Eisen 0311 – Technologie

Schlägerkopfsohle, Rückseite und Hosel sind aus einem Stück geschmiedet (S25C Carbon-Stahl). Durch die kompakte Verarbeitung entsteht ein weiches Feedback im Treffmoment. In der Kopfmitte wurde per Fräsung ein Hohlraum geschaffen. Durch die eingesparte Masse im Zentrum des Schlägers konnte Gewicht nach außen verlagert werden.

Tungsten-Gewichte bringen mehr Masse nach außen in die Peripherie des Schlägerkopfs. Dadurch wird die Fehlertoleranz (MOI) gesteigert. Verantwortlich dafür sind elf für PXG charakteristische Tungsten-Gewichte, die auf der Rückseite zu sehen sind. Mit Hilfe verschiedener Schrauben aus Wolfram oder Titan kann man beim Fitting das perfekte Schwunggewicht finden und auch extremen Flugkurven (Slice, Hook) gegensteuern.

Im Hohlraum hinter der Schlagfläche ist ein elastisch verformbarer High-Tech-Kunstoff (TPE) verarbeitet, um die dünne Schlagfläche zu stabilisieren und Vibrationen abzudämpfen. Resultat: Ein sehr weiches Schlaggefühl und ein angenehmer Klang im Treffmoment. Außerdem besitzen die Eisen eine Schlagfläche aus HT1770-Stahl, die extrem dünn ist. Das resultiert in einem besonders hohen Feedback – und spart zusätzlich Gewicht ein.

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Drei Kopfformen: PXG 0311

  • PXG 0311T (schmal)
  • PXG 0311 (mittel)
  • PXG 0311XF (breit)

PXG bietet drei verschiedene Versionen: Für Anfänger bis zum Tourspieler. Was uns aus der Fitting-Perspektive sehr gut gefällt, ist die Möglichkeit, die längeren Eisen (z.B. #4 bis #6) in einer breiteren Ausführung zu spielen und bei den kürzeren Eisen (#7-PW) auf ein schmaleres Modell zu gehen. Dadurch lassen sich die Eisen auf eine Vielzahl von Spielertypen anpassen.

Den generellen Trend, den viele guter Spieler bereits gehen, hat sich auch PXG auf die Fahnen geschrieben: Echte Blades werden nicht angeboten. Selbst das schmale 0311T-Eisen geht mit einer komfortablen Breite an den Abschlag und ist nicht mit herkömmlichen “Tour-Modellen” oder Blades zu vergleichen.

Sogar auf der US PGA Tour haben nicht alle PXG-Staff-Spieler die “Tour-Version” 0311T im Bag. Bei den normalen Längen setzten einige Pros auf die Version 0311. Bei den langen Eisen wird auch die breite Variante 0311XF nachgefragt.

PXG 0311 im Test

Beim Test am Launchmonitor konnten wir die PXG-Eisen auf Performance checken. Unsere Testperson spielt selbst aktiv in der KRAMSKI Deutsche Golfliga mit HCP+2.

Tatsächlich war der Launch (Abflugwinkel) etwas höher als bei herkömmlichen Eisen. Genau wie die Spinrate. Beide Effekte sind zwar nicht extrem, aber trotzdem erstaunlich. Denn eine derartige Veränderung des Ballflugs haben wir selten beim Vergleich zweier Eisen erlebt.

Bei einem simplen Ballspeed-Vergleich mit je 30 Schlägen (Eisen#7 PXG 0311T vs. Eisen#7 Titleist CB 714 / gleicher Loft) konnte bei PXG im Durchschnitt aller Treffer ein um ca. 3% höherer Ballspeed gemessen werden.

Bei unserer Testperson resultierte dies in einem Plus von 6,7 Meter in der Schlagweite. Dies entspricht ziemlich genau einem halben Eisen mehr Länge bei gleicher Schlägerkopfgeschwindigkeit.

Auffällig war, dass beim PXG-Eisen auch Treffer außerhalb des Sweet-Spots noch mit viel “Zug” vom Blatt gingen. Das spricht für die von PXG versprochene Fehlertoleranz durch die Verlagerung von Gewicht nach außen, also weg vom Sweetspot.

Der hohe MOI (Fehlerverzeibarkeit) macht sich auch in der Richtungsabweichung bemerkbar. Im Schnitt landeten die Schläge unserer Testperson mit dem PXG Eisen 43cm näher an der Fahne. Der entscheidende Pluspunkt war jedoch die niedrigere Standardabweichung (4,33 Meter vs. 3,24 Meter). Das bedeutet, dass die Schläge mit weniger Streuung näher an der Fahne landeten.

Das Schlaggefühl ist weich und sehr angenehm. Beim Test konnte unser Tester exakt sagen, wo auf der Schlagfläche er den Ball getroffen hatte. Wir haben dann die Aussage mit Hilfe von einem Impact-Spray überprüft. Die Differenzierung von Sweet-Spot-Treffern und Off-Center-Hits ist extrem gut möglich.

Generell vermittelt die breite, aber nicht klobige Kopfform viel Vertrauen im Setup.

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Fazit: PXG 0311 Eisen

Die wohl wichtigste Frage: Wieso sollte jemand sow viel Geld für einen Eisensatz ausgeben?

Ganz klar, PXG ist nichts für jemanden, der gerade mit dem Golfen anfängt. Für alle anderen kommen die Eisen theoretisch in Frage. Ein klares Argument liefern die PXG-Eisen: Technologie!

Als Clubfitter sehen wir oft Eisen, die teilweise 20 Jahre oder älter sind. Was für uns dabei immer wieder erstaunt: Die alten Eisen sehen fast identisch aus wie die neuen Eisen. Auch bei der Verarbeitung (Reshafting oder Loft,- und Liebiegen) sehen wir kaum einen Unterschied zwischen 1995 und 2016. Im Vergleich zu Hölzer oder Putter sind wir bei den Eisen eher enttäuscht von der Industrie. PXG berschreitet mit innovativer Technologie neue Wege.

Wie im Test beschrieben haben uns die Eisen überzeugt. Die Performance stimmt, das Schlaggefühl ist top und die Fehlertoleranz scheint sehr hoch zu sein (kann man leider schwer messen). Wir hatten den Eindruck, dass auch Treffer jenseits des Sweet-Spots lang und gerade flogen. Unsere Testperson war auf jeden Fall beeindruckt.

Wer Marken wie TaylorMade, Mizuno, Titleist oder Callaway gekauft hat und weiter in diesem Preissegment sucht, ist bei PXG fehl am Platz. Für Spieler, für die Honma, Miura, Epon oder Vega keine Fremdworte sind, ist PXG ein heißer Kandidat.

Die edle Verarbeitung und Hightech lässt sich PXG gut bezahlen und ein Eisenset kostet ab 2.500 Euro. PXG hebt sich dadurch preislich ganz klar von den Standardmarken ab. Kein PXG-Schläger soll im Handel ohne Fitting erhältlich sein. Dadurch ist PXG nichts für Schnäppchen-Jäger und möchte bewusst Golfer ansprechen die Performance, Qualität und Design erleben möchten.

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Driver

Im Test: Exotics EX10 Driver

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Gerade erst auf der PGA Show in Orlando vorgestellt – und schon haben wir die Erfolgsserie von Tour Edge/Exotics unter die Lupe genommen. Wie bei Exotics üblich bringt die US-Brand alle eineinhalb Jahre einen neuen Driver sowie neue Fairway-Hölzer und Hybrids auf den Markt. Bisherige Modelle haben durch einen sehr hohen Ballspeed und gute Spielbarkeit begeistert. Diesmal im Test: Der neue EX10 Driver.

Der erste Eindruck ist vertraut: Die schwarz glänzende Optik kennen wir vom Vorgänger. Beim ersten Ansprechen fällt jedoch direkt ein positiver Unterschied auf – der Schläger steht endlich nicht mehr geschlossen am Ball. Vor allem besseren Spielern wird das gefallen. Die Sohle hat, wie schon der Vorgänger, eine Art “Gitter” installiert, das die Interaktion mit dem Boden minimieren soll. Durch einen etwas länglicheren Schlägerkopf wirkt der Driver sportlicher als der Vorgänger. Ein Gewicht an der Sohle lässt den Schwerpunkt wandern – hier sollte jedoch nur mit Hilfe eines Fitters experimentiert werden.

Die Sohle des Driver-Kopfs X10 von Exotics

Die ersten Schläge zeigen schnell die Eigenschaften des Drivers: Der satte Klang gibt eine gute Rückmeldung über die Trefferqualität. Der Driver hat ähnlich niedrige Spin-Charakteristika wie der Vorgänger, jedoch lässt sich der Loft mit neuem Adapter um +/- 2° verstellen. Mit einem 10° (8-12°) und einem 12° (10-14°) Kopf gibt es hier folglich eine Spanne von 8° bis 14°, mit welcher man nahezu jeden Spielertyp bedienen kann. Auch bei Off-Center Hits zeigt sich der Kopf tolerant und ist somit in jeder Handicap-Klasse spielbar. Der Driver zeigte im Test keine auffällige Hook- oder Slice-Tendenz.

vorne-driver-kopfx10-exotics-1920

Fazit: EX10

Der EX10 von Exotics/TourEdge ist aus unserer Sicht eine klare Kaufempfehlung für die Saison 2017. Spieler mit niedrigem bis mittlerem Handicap werden viel Spaß haben. Für Anfänger oder Gelegenheitsspieler gibt es günstigere Varianten. In jedem Fall sollten sie bei einem Fitter die richtige Loft-Konfiguration sowie den passenden Schaft suchen.

Das sind unsere Launchmonitor-Daten bei fünf vergleichbaren Schlägen mit 8° Loft: EX 10

EX 10Ball Speed [mph]Launch [°]Side Spin [rpm]Back Spin [rpm]Height [m]Carry [m]
#11709,5°34 R249927270
#217310,6°459 L243130276
#317210,7°590 L224627271
#41739,3°360 L247324270
#517410,8°216 L238828281

Schlägerspezifikationen beim Test:

  • Kopf: EX10 8°
  • Schaft: Aldila Rouge 65 M-AX
  • Schaftlänge: 45’’

Wie testen wir?

Mit Hilfe des GC2 Launchmonitor von Foresight können wir die wichtigsten Ballflugdaten bis auf ein Zehntel genau aufzeichnen. Die Daten werden auf dem Platz erhoben. Dazu verwenden wir Premiumbälle (Vice “Pro Plus”). Neben normalen Schlägen versuchen wir bewusst verschiedene Kurven zu spielen sowie Treffer an der Innen- und Außenseite der Schlagfläche einzubinden. Als Ergänzung zu den objektiven Ballflugdaten bewerten wir Design, Klang, Verstellmöglichkeiten sowie die Optik in der Ansprechposition.

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DriverFeaturedSchlägertests

Alt gegen Neu – Der erste golfbeat Drivertest

Driver

In unserem ersten Drivertest haben wir zum Jahresende drei neue Driver mit vier Auslaufmodellen für euch verglichen. Jedes Jahr kommen etliche neue Driver auf den Markt. Hier fragt man sich als Normalgolfer zurecht „Hilft mir der neue Driver wirklich weiter?“. Aus den ganz großen Drivertests lassen sich wenig Informationen ziehen – nahezu jeder Driver schneidet hier super ab und es wird wenig auf den individuellen Golfer eingegangen. Ein Driver der für Spieler A funktioniert, muss das noch lange nicht für Spieler B tun. Wir versuchen die Driverköpfe ein wenig kategorischer zuzuordnen, sodass besser ersichtlich wird welcher Driver zu welchem Schwungtyp passt. Ein anschließendes Ranking von Köpfen erachten wir als nicht sinnvoll, da man es für X beliebige Spielertypen separat erstellen müsste. Bevor sie sich dann tatsächlich für den Kauf eines neuen Drivers entscheiden, raten wir ihnen diesen mit verschiedenen Lofteinstellungen sowie Schäften an einem Launchmonitor zu testen.

In unserem Drivertest haben wir mit einem der besten Launchmonitor für Ballflugdaten gemessen. Alle Driver wurden bis auf den Schlägerkopf gleich konfiguriert. Von 10 Schlägen je Kopf wurden diejenigen vier ausgewählt, welche charakteristisch für den jeweiligen Kopf waren und die Vorgaben erfüllten. Zudem haben wir versucht viele der möglichen Störfaktoren mit folgenden Vorgaben auszuschließen:


Setup des Drivertests
Hier die Mittelwerte unseres Tests:
KopfClubspeed (mph)Ballspeed (mph)Launch (Grad)Spin (rpm)Höhe (Meter)Carry (Meter)Total (Meter)
TM M2112,5163,110,9211825,6254280
Honma Tour111,9162,211,1290231,1243262
Cobra Biocell+111,8162,111,8192426,5256283
Cobra F7+112,3162,910,3235825,6248272
Cobra F7112,2162,712,2294135,6249267
Cobra F7 Ti111,6161,810,6312231,1240259
Exotics EX9113,3164,311,1216227,4255281

Bedenkt bei unserer Auswertung bitte immer, dass wir die Köpfe nie in der Ideal-Loft-Konfiguration für unseren Tester, sondern immer auf 9,5° getestet haben. Bei einer anderen Loftstufe (z.b. 8° oder 12°) können sich also die Distanzverhältnisse zwischen den Köpfen ändern. Wie man an der Auswertung deutlich sehen kann, unterscheiden sich die Driver hauptsächlich in Sachen Backspin. Generiert ein Kopf, durch z.b. einen anderen Schwerpunkt, weniger Backspin so fliegt der Ball bei ausreichendem Launch etwas weiter und rollt dann ein ganzes Stück weiter aus. Mit diesem Backspin Unterschied kann man auch in etwa rechnen, wenn man alle Köpfe auf einer anderen Loftstufe (z.B. 10,5°) vergleichen würden. Für einen jungen dynamischen Spieler mag ein Kopf mit wenig Backspin perfekt geeignet sein, wohingegen für einen älteren Spieler mit moderater Geschwindigkeit ein Kopf mit mehr Backspin sogar weiter fliegen kann. Auch die Fehlerverzeihbarkeit nimmt bei solchen Köpfen, die wenig Backspin produzieren in der Regel ab. Fazit: Wenig Backspin beim Driver ist nur für schnellere und fortgeschrittene Spieler mit einer hohen Flugbahn sinnvoll.

Unsere Empfehlung:
  1. Slicer mit hohem Ballflug und wenig Roll: TM M2/Exotics EX9
  2. Hooker mit flachem Ballflug und viel Roll: Cobra F7
  3. Für Damen/Senioren mit wenig Geschwindigkeit: Cobra F7 Ti
  4. Für den besseren Spieler mit zu viel Spin: Cobra Biocell+
  5. Für den Spieler mit vielen Treffern außerhalb der Schlagfläche

TM M2:Honma World TourBioCell+Exotics EX9Cobra F7Cobra F7 TiCobra F7+

Der M2 von TaylorMade gehört sicher zu den erfolgreichsten Drivern des Jahres 2016. Er ist für Spieler mit zu viel Backspin (hohe Flugbahn + wenig Roll) geeignet. In jedem Fall einfacher zu spielen als sein großer Bruder, der M1 Driver. Der Sound mag für einige Spieler etwas zu hell sein – kein Pluspunkt in unseren Augen.

 

[metaslider id=279]
  • Schlagfläche: leicht zu
  • Sound: dose (—)
  • Spin: mittel
  • Flugbahn: flach
  • Auffälligkeit: Mehr linksdrall (Hook) als die anderen Driver

  • Schlagfläche: leicht zu
  • Sound: hell
  • Spin: wenig
  • Flugbahn: flach
  • Auffälligkeit: Große Spinunterschiede bei offcenter hits

  • Schlagfläche: leicht offen
  • Sound: dumpf
  • Spin: sehr wenig
  • Flugbahn: flach
  • Auffälligkeit: Große Spinunterschiede bei offcenter hits

  • Schlagfläche: leicht offen
  • Sound: neutral
  • Spin: mittel
  • Flugbahn: mittel
  • Auffälligkeit: schöne Kopfform mit neutraler/leicht offener Schlagfläche im Setup
[metaslider id=283]

[metaslider id=285]
  • Schlagfläche: neutral
  • Sound: neutral
  • Spin: viel
  • Flugbahn: hoch
  • Auffälligkeit: sehr einfach zu spielen

  • Schlagfläche: leicht zu
  • Sound: hell
  • Spin: mittel bis wenig
  • Flugbahn: flach
  • Auffälligkeit: Kopf wirkt kleiner und schwieriger zu spielen
[metaslider id=286]

 

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Trainingstools

Drei Fitness-Tools für Golfer

fitness-cristian-baron-1920×1080

Blackroll, Theraband, und Yogamatte: Drei Tools für das Workout, die jeder Golfer haben sollte.

Mehr Flexibilität: Faszien-Rolle

Mit der Blackroll machte ich vor wenigen Jahren Bekanntschaft – und es sollte eine bleibende werden. Die etwa 30 cm lange Schaumstoffrolle brachte mein damaliger Personal-Trainer mit, mit dem ich eine Woche lang täglich eineinhalb Stunden ein golfspezifisches Training durchführte. Wir machten Koordinationsübungen, aber auch Krafttraining und arbeiteten viel an der Mobilität und Flexibilität des Körpers. Denn auch wenn Spieler wie Rory McIlroy und Martin Kaymer mittlerweile wie richtige Athleten über die Fairways marschieren, sind für den beruflich eingespannten Golfer die letzteren beiden Punkte meist ausschlaggebend. Sowohl für das Spiel, aber auch eine Schmerzfreiheit, ohne die Golf genauso wenig wie andere Sportarten Spaß macht.

Schmerzen war damals aber das Stichwort, als es zum ersten Mal auf die Blackroll ging. Die Bewegung mit dem Körpergewicht auf der Rolle spricht die Faszien (Verklebungen im Bindegewebe, die Muskeln und Muskelgruppen umhüllen) an. Zu Beginn ist die Prozedur ziemlich schmerzhaft, aber schon nach ein paar Übungseinheiten wird es deutlich besser. Mittlerweile zählt ein tägliches Workout auf der Blackroll für mich zum Standard. Ganz besonders nach der Golfrunde. Die Wirkung ist ähnlich wie bei einer Massage. Dass an den Fazien-Rollen was dran ist, sieht man an den Sportlern, die sie benutzen. Egal ob Fußballnationalmannschaft oder NBA-Basketballer Dirk Nowitzki – die meisten Athleten haben die Blackroll oder ein vergleichbares Tool im Sportgepäck. Für Fortgeschrittene empfiehlt sich zusätzlich ein Massage-Ball (z.B. Blackball) mit dem man einzelne Körperpartien (Stichwort: Hüftknochen) noch präziser bearbeiten kann.

  • Hier könnt Ihr die Blackroll bei Amazon bestellen (affiliate link).

Die richtige Unterlage für das Workout: hochwertige Yoga-Matte

Auch nicht fehlen – vor allem in den eigenen vier Wänden – sollte einen vernünftige Yogamatte. Klar, für die meisten tut es auch eine Sport- oder Gymnastikmatte, aber wenn man sich jeden Tag 20 bis 30 Minuten darauf abkämpft, macht es durchaus Sinn, ein paar Euro mehr auszugeben. Gute Yogamatten sind aus Naturgummi und extrem rutschfest, da Yogis meist ein bis zwei Stunden ziemlich anstrengende Sachen auf ihnen praktizieren und dabei oft stark schwitzen. Dennoch möchte man nicht abrutschen, wenn man gerade im Handstand steht …

Empfehlenswerte Hersteller: JadeYoga, Manduka, Lululemon

  • Hier könnt Ihr die Jade Harmony bei Amazon bestellen (affiliate link).

Praktisch, günstig und klein: Theraband

Das letzte Tool, das jeder Golfer im Schlafzimmer, Hobby-Raum oder villeineigenen Fitness-Center haben sollte, ist ein Theraband aus Latex. Die elastischen Bänder gibt es in unterschiedlichen Härtegraden (leicht bis extra-stark). Mit dem Band kann man perfekt Schwungbewegungen unter leichtem Zug trainieren, denn die Dinger sind wirklich vielseitig einsetzbar und außerdem noch günstig.

  • Hier könnt Ihr das Thera-Band® bei Amazon bestellen (affilate link)

 

Nützliche Helfer für das Workout: Blackroll (Rolle und Ball), Theraband und Yoga-Matte
blackroll-thera-yoga-1920x1080

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BücherFeaturedTipps & TricksTrainingstools

Übung: Mehr Grüns treffen

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Das Training auf der Driving-Range kann schnell langweilig werden. Mit der Übung “Hit three Greens” trainiert man das Eisenspiel und hat ein festes Ziel vorgegeben. Das Ergebnis sollte man im Anschluss festhalten, um regelmäßig zu überprüfen, ob sich Verbesserungen einstellen.

Trainings-Aufbau

Suche Dir drei Ziele auf der Range, die Du mit unterschiedlichen Schlägern im Flug (“carry”) erreichen kannst. Falls vorhanden: Nutze die Zielgrüns auf der Range. Verwende Entfernungen, mit denen D auf dem Platz oftmals konfrontiert wirst; zum Beispiel: 100, 130 und 160 Meter. Ab einer Entfernung von 190 Meter ist das Aufteen des Balls erlaubt.

Ablauf

Spiele insgesamt neun Bälle auf drei Ziele. Schlage die Bälle jeweils abwechselnd auf ein Ziel, um die Situation auf dem Platz zu imitieren. Beginne mit dem kürzesten Ziel. Führe vor jedem Schlag Deine Pre-Shot-Routine durch.

Ziel

Treffe möglichst oft das Grün. Falls Du auf der Range keine Zielgrüns hast, stelle Dir einen Radius von circa 10% der Entfernung als Ziel vor.

Anspruchsgrad steigern

Droppe den Ball – dadurch lernst Du, auch mit schlechten Lagen zurecht zu kommen. Spiele den Ball aus dem Rough oder einer schlechten Lage. Baue unterschiedliche Flugkurven mit ein.

Zocker-Tipp

Spiele diese Übung gegeneinander im Team. Die Spieler schlagen nacheinander jeweils auf ein Ziel. Durch das Zuschauen steigt noch einmal der Druck, das “Grün” zu treffen. Die Spieler mit den meisten Punkten gewinnen.

Auswertung

Wie viele der neun Schläge hast Du ins Ziel gebracht?
Für das kürzeste Ziel erhältst Du pro Treffer 2 Punkte, das mittlere gibt 3 und das am weitesten entfernte Ziel 4 Punkte.

Handicap Ziel

54-27  –> 9
26-12 –>14
11-0  –> 20

Die Übung “Hit Three Greens” stammt aus dem Booklet Mein Golf Training. In dem empfehlenswerten Trainingsbuch sind auf 64 Seiten insgesamt 30 Übungen nach Kategorien zusammengefasst. Das Buch ist auf mein-golf-training.de oder über Amazon zu beziehen. 

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